Fotografie–Grundlagen: RAW vs. JPEG

RAW oder JPEG, das ist die Frage!

Kurz gesagt, wird das JPEG Komprimiert auf der Kamera gespeichert und benötigen recht wenig Platz.
Das RAW dagegen entspricht sozusagen dem Filmnegativ und kommt so wie es vom Sensor gesehen wird.

JPEG:

 Wird ein Foto als JPEG erstellt, durchläuft dieses in der Kamera zunächst einen Korrekturprozess, dort werden unterschiedliche Werte bereits festgelegt (Farbkorrekturen, Schärfe, Weißabgleich, Kontrast etc.). So werden die Dateien auf 8-Bit pro Farbkanal reduziert.
Anschließend wird das Foto komprimiert und als .jpg gespeichert, die Dateigröße beschränkt sich anschließend auf ca. 5MB (Je nach Pixel).
Durch die Korrektur und Komprimierungsprozess, werden die meisten Bilder recht Ordentlich dargestellt und gespeichert.
Der Nachteil, die Bilder lassen sich nur noch bedingt nachbearbeiten da die Vielzahl der Bilddetails durch die Komprimierung verloren gegangen ist.

RAW:

 Das RAW wird ohne Bearbeitung direkt auf der SD Karte gespeichert. Das bedeutet im Klartext, das Bild wird so gespeichert wie es der Sensor sieht und entspricht dem Filmnegativ. Ein RAW kann bis je nach Kamera 24-Bit pro Farbkanal haben.
Des Weiteren hat man dank der Vielzahl der Bilddetails mehrere Möglichkeiten das Bild anschließend nachzubearbeiten, dass bringt natürlich eine Mehrarbeit mit sich.
Neben der Nachbearbeitung jedes einzelnen Fotos hat RAW den Nachteil das die Bilder deutlich größer sind (ca. 20MB) und mehr Speicherkapazität benötigen.

Anbei ein Bild, dieses sollte es nochmal verdeutlichen. Auch im Histogram ist der Unterschied deutlich zu erkennen:

Raw oder JPG
Unterschied Raw vs. JPG

 

Ich persönlich mag es die Bilder nachher am PC mit “Adobe Lightroom” nachzubearbeiten und mit den unterschiedlichen Einstellungen rumzuspielen. Für den schnellen Schnappschuss nutze ich allerdings auch immer noch das JPEG Format. Glücklicherweise unterstütz meine Kamera RAW+JPEG, dass bedeutet das von jedem Foto zwei Dateien gespeichert werden. Eine Datei als „Rohes“ Foto zum Nachbearbeiten und ein weiteres bereits bearbeitetes komprimiertes Foto.

Wer kein “Adobe Lightroom” besitzt, kann sich die kostenlose Alternative “LightZone” mal anschauen. LightZone ist seit einiger Zeit eine OpenSource Software und bietet für Hobby-Fotografen eine gelungene Alternative.

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Viel Spaß beim Fotografieren Smiley

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